Erklärungen
Veneer, Veneerkrone
auch unter dem Begriff "Facettierung" bekannt; Verblendung der sichtbaren Zahnflächen mit dünnen Keramikschalen (sog. Presskeramik), welche im Gegensatz zur Jacketkrone den Zahn nicht vollständig überziehen. Die sichtbaren Flächen werden hauchdünn abgeschliffen und mit im Zahnlabor angefertigten keramischen Verblendschalen mittels Adhäsivtechnik versehen. Anders als bei der Jacketkrone, bei welcher der Zahn konstruktionsbedingt rundum relativ stark beschliffen werden muss, geht bei dieser Reparaturmaßnahme nur wenig gesunde Zahnsubstanz verloren. Das Herstellen und Eingliedern von Veneers erfordert ein äußerst hohes Maß an Präzision.
Mit den Verblendschalen lassen sich neben einer Aufhellung der Zahnfarbe auch zu große Zahnzwischenräume (z.B. ein Diastema) oder schiefstehende Zähne korrigieren.
Inzwischen liegen auch erste Langzeiterfahrungen (5-Jahresstudie mit 131 V.) vor, welche auf keine bedeutenden Risiken dieser jungen Technik hindeuten.
Krone
Überzug über die natürliche Krone eines beschliffenen Zahnes
Brücken
festsitzender Zahnersatz zur Überbrückung fehlender Zähne.
Keramik und Goldinlays
im Zahnlabor hergestellte oder aus Industriekeramik herausgeschliffene Einlagefüllung zur kosmetisch optimalen Versorgung eines Zahndefektes, welcher nach Möglichkeit allseitig von Zahnschmelz umgeben sein sollte
Implantate
"Ersatzteil", fremdes oder körpereigenes Material, welches in den Körper eingepflanzt wird. In der Zahnheilkunde sind dies Zahn- (Keramik oder Titan) oder Knochenimplantate, welche fehlende Zähne oder verloren gegangenen Knochen ersetzen können.
Modellgussprothesen
herausnehmbarer Zahnersatz; zahntechnische Bezeichnung für aus Edelmetall oder aus einer Chrom-Kobalt-Legierung ("Stahlprothese") hergestellte Teilprothese in einem Guß (d.h. Prothesenbasis mit Klammern).
Geschiebearbeiten
Verbindungselement zwischen Restzahnbestand und Ersatzzähnen. Im Gegensatz zu den konventionellen Prothesenklammern ergibt sich vor allem beim Geschiebe ein kosmetischer Vorteil, da die Verankerung nach außen hin nicht sichtbar ist. Außerdem je nach Art des Geschiebes eine bessere Kraftverteilung auf die Restzähne. Das Geschiebe besteht immer aus zwei Teilen: der positive (+), welcher an der Krone des Restgebisses fest verankert(verlötet) ist (Matrize) und der negative (-), welches mit dem herausnehmbaren Teil verbunden ist (Patrize). Zusätzlich kann das Geschiebe noch mit einem Riegel (siehe Abb. unten) zur optimalen Befestigung versehen werden.
Teleskope/Teleskopkrone
auch Doppelkrone; Kronenart zur Verbindung von festsitzend-herausnehmbaren Zahnersatz. Dabei wird das Innenteleskop (= Primärteil) mit dem beschliffene Zahnstumpf fest verbunden (einzementiert); über den so vorbereiteten Zahn greift das an dem Zahnersatzstück befindliche Aussenteleskop (wie bei einer Teleskopantenne) und bewirkt so eine gute Verbindung und sichere Abstützung mit dem Restgebiss. Bei dem so teleskopierten Zahnersatzes kann es sich um eine herausnehmbare Teilprothese oder aber eine herausnehmbare Brücke handeln.
Ideale Haftwerte werden dann erreicht, wenn Innen- und Außenteleskop exakt zylindrisch (= 90°) sind und somit keine Abweichung von einer Rechteck-Form haben. Da dies aus anatomischen und kosmetischen Gründen häufig nicht möglich ist, sollten wenigstens zwei gegenüberliegende Flächen (meist die distale und die mesiale Zahnfläche) zueinander parallel sein.
Andere Konstruktionsmerkmale weist die Konuskrone auf.
Teleskope gelten heute als Standard bei der Versorgung eines größeren Lückengebisses mit herausnehmbaren Zahnersatz (Teilprothese, Brücke). Neben einer optimalen Belastung der Pfeilerzähne besteht ihr Hauptvorteil in einer problemlosen Erweiterung (Reparatur) des Zahnersatzes dann, wenn einer der Pfeilerzähne - aus welchen Gründen auch immer - gezogen werden muß. Nachteilig wirkt sich zuweilen - besonders im sichtbaren Bereich - die durch die Doppelkrone bedingte Größe ("Klobigkeit") aus. Die Teleskope erfordern konstruktionsbedingt eine hohe Präparations- und Verarbeitungsqualität des Zahnarztes und seines Dentallabors.
Aufbiss- und Knirscherschienen
herausnehmbares Behandlungsgerät (i.d.R. aus Kunststoff) bei Kiefergelenksbeschwerden, gelockerten Zähnen, Knirschen, kieferorthopädischer Behandlung usw..
Knirschen auch Bruxismus genannt; unbewußt ablaufendes Aneinanderreiben der Oberkiefer- mit den Unterkieferzähnen, häufig verbunden mit einem Spannungskopfschmerz. Kann bei längerem Anhalten zu schweren Schädigungen des Zahnhalteapparates, zu erheblichem Materialverlust der Zahnkauflächen und zu Kiefergelenkserkrankungen führen. Die Ursachen für das Knirschen. sind meist im psychischem Bereich zu suchen; hier muß auch die eigentliche Behandlung ansetzen. Aus rein zahnmedizinischer Sicht erfolgt eine temporäre Behandlung des Knirschens. mittels einer Knirscherschiene.







